Der Beruf des Zahnarztes

Jeder braucht ihn – den Zahnarzt. Viele gehen nicht gern zum Zahnarzt, doch wer die Untersuchungen über Jahre hinweg versäumt, tut seinen Zähnen sicher nichts Gutes. Zumal Zahnärzte zu unserer Gesundheit beitragen. Grund genug, dieser Berufsgruppe mal auf den Zahn zu fühlen.

Ein Studium als Grundstein
Zahnärzte studieren in Deutschland 10 Semester an einer Universität, davon die zweite Hälfte im klinischen Bereich. Sie müssen 3 Prüfungen bestehen: 2 Vorprüfungen (naturwissenschaftlich und zahnärztlich) und die zahnärztliche Prüfung. Das Zahnarzt-Studium ist mit einem Numerus clausus belegt, d. h. man benötigt eine gewisse Abiturnote, um zugelassen zu werden.

Das Studium endet mit dem Staatsexamen. Wer das in den Händen hält, darf die Approbation beantragen, um als Zahnarzt praktizieren zu dürfen. Jeder zweite Absolvent promoviert jedoch zunächst zum Dr. med. dent.

Unterschiedliche Spezialisierungen möglich
Nach dem Studium kann man sich weiterbilden, um bestimmte Zahnarzt-Leistungen anbieten zu können. Kieferorthopäden bilden sich 4 Jahre weiter, davon 1 Jahr klinisch. Sie spezialisieren sich auf die Erkennung und Behandlung von Fehlstellungen des Kiefers und verpassen uns die ungeliebten Zahnspangen, mit denen die Fehlstellungen korrigiert werden. Am Ende der Weiterbildung steht eine Prüfung, nach dessen bestehen man sich “Fachzahnarzt für Kieferorthopädie” nennen darf.

Den gleichen Weiterbildungsweg geht auch der Oralchirurg, der sich auf Eingriffe in der Mundhöhle spezialisiert. Ähnlich wie bei einem Schönheitschirurgen geht es hier vornehmlich um ästhetische Dinge. Nach bestandener Prüfung heißen diese Dentisten “Fachzahnarzt für Oralchirurgie”.

Noch länger ist der Weg eines Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen, der nicht nur 10 Semester Zahnmedizin, sondern auch noch mindestens 12 Semester Humanmedizin studiert hat. Anschließend folgen mindestens 5 Jahre Weiterbildungen und eine Abschlussprüfung, um die Bezeichnung “Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie” führen zu dürfen. Wem das nicht reicht, der kann sich auch noch für den “Facharzt für Oralchirurgie” prüfen lassen.